Medienwirkung trotzErfahrung.pdf

Medienwirkung trotzErfahrung PDF

Christine E. Meltzer testet in der vorliegenden Studie zum ersten Mal isoliert, ob Medien auch dann noch wirken können, wenn bereits persönliche Erfahrung vorliegt. Dazu konfrontierte die Autorin in einem experimentellen Design Besucher eines Ereignisses mit einem medialen Beitrag, der in Diskrepanz zu ihrer eigenen Wahrnehmung des Ereignisses stand. Es zeigte sich eine durchgängige Anpassung der auf persönlicher Erfahrung basierenden Bewertungen des Ereignisses an die mediale Darstellung. Medien wirken also nicht nur in den Bereichen, die sich der persönlichen Erfahrung entziehen, sondern sie entfalten auch dort Wirkung, wo bereits eigene Erfahrungen gemacht wurden.

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DATEIGRÖSSE 9.83 MB
ISBN 9783658155780
AUTOR Christine E. Meltzer
DATEINAME Medienwirkung trotzErfahrung.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 07/05/2020

Medienwirkung setzt folglich nicht notwendigerweise einen direkten Medienkontakt voraus (vgl. auch Wahlen, Konflikte, Skandale, Risiken). Bei der Analyse der direkten Wirkungen von Medieninhalten werden die objektiven Inhalte der Medienberichte, ihre kurzzeitige Wahrnehmung durch die Leser, Hörer und Zuschauer und die darauf beruhenden dauerhaften Vorstellungen unterschieden. Bei den Medien und Medienwirkungsforschung - Stangl-Taller Zu Beginn der Medienwirkungsforschung in den ersten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts ging man von sehr großer, meist negativer Medienwirkung aus. Diese Einschätzung lag in der großen Faszination begründet, die die neuen Medien Kino und Radio ausübten.